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Nachgefragt: Bruno Bauch

Nachgefragt: Bruno Bauch

Geschäftsführer Bruno Bauch ist in Dortmund und Berlin zu Hause. So kann der Kreative die Vorteile beider Städte für sich nutzen. Welche das sind und welchen Mehrwert es hat, wenn man sich bei der Standortfrage nicht festlegt, berichtet er im Interview.

Außerdem erzählt er von dem neuen Büro, das Neovaude seit ein paar Monaten in Berlin-Kreuzberg betreibt, und welche Ziele damit verbunden sind.

Wer bist Du, wo sind wir und was machst Du hier?
Mein Name ist Bruno Bauch, ich bin Geschäftsführer und Designer bei Neovaude.
Wir sind hier in Berlin-Kreuzberg. Anfang des Jahres haben wir hier eine Dependance eröffnet und wir fangen jetzt an, mit unseren Leistungen Design, Event, Content, Digitales Berlin zu erobern.

Warum habt ihr euch für Kreuzberg entschieden?
Wir haben uns einige Orte in Berlin angeschaut, sehr unterschiedliche Orte: vom Blick über die Dächer bis hin zu Hinterhofästhetik. Wir sind aber ganz schnell dann doch darauf gekommen, dass wir irgendetwas Zentrales suchen, was ein bisschen die Verbindung zur Straße hat, wenn man so will. Denn wir sind ja auch eine Veranstaltungsagentur, die Events macht. Das heißt, wir brauchen auch die Verbindung zum Raum – und nicht nur das Von-Oben-Runtergucken. Und wir haben nach einer zentralen Lage geguckt, die spannend ist, wo was passiert, nach einem Ort, der im Wandel ist, wo auch andere Kreative sind.

Was ist das für ein Raum?
Wir begreifen diesen Ort hier deutlich als Spielfeld, als Werkstatt, als Ort, in dem man etwas ausprobieren kann, in dem man aus seinen Strukturen rauskommt.

Wie sieht der Plan aus?
Wir haben hier Platz für Leute aus anderen Disziplinen, die hier temporär oder auch länger arbeiten möchten, die mit uns zusammenarbeiten möchten. Wir haben hier genug Platz, um Veranstaltungen zu machen, kleine Workshops oder Lesungen. Es ist ein flexibler Ort, der mit Arbeit, mit Weiterentwicklung zu tun haben soll.

Warum eröffnet ihr jetzt ein neues Büro in Berlin?
Ich glaube, das ist das Interessante und das, was mich persönlich in meiner Kreativität voranbringt: In verschiedenen Städten zu Hause zu sein. Man nimmt den Geist einer Stadt ganz anders wahr und auch mit in die andere Stadt. Auch nicht zu lokal zu denken, die Dinge, die man in der einen Stadt hat auch auf die andere Stadt zu übertragen.

Berlin oder Dortmund?
Also, in so einer großen Stadt wie Berlin ist das Spannende natürlich das Internationale, dass hier viele Leute aus allen möglichen Regionen, Ländern zusammenkommen. Im Ruhrgebiet, speziell in Dortmund, habe ich das Gefühl, es ist ein wenig enger,  es ist ein wenig entspannter, man muss sich nicht so darstellen. Man hat in Berlin natürlich die Möglichkeit, sich maximal zu entfalten, aber in Dortmund steht man weniger unter Beobachtung. Das ist in Berlin stärker und ich muss sagen, dass das entspannte Herangehen an Dinge in Dortmund stärker ausgeprägt ist, meiner Meinung nach.

Was vermisst du in Berlin?
Dortmunder Salzkuchen und Dortmunder Bier!